In Internetforen rufen EU-Bürger zum Boykott US-amerikanischer Supermarkt-Produkte auf, um die europäische Wirtschaft zu stärken. Doch bringt der Verzicht auf Erdnussbutter oder Chips "made in USA" was? Von Susanna Zdrzalek.
Samina Sultan, Volkswirtin am Institut der Deutschen Wirtschaft, warnt allerdings vor zu großen Erwartungen. Noch sei die zivilgesellschaftlich organisierte europäische Boykott-Bewegung recht klein. Außerdem könnte der Boykott von US-Produkten auch europäische Hersteller treffen.
Es bringt auch kaum was, dass wir unseren gelben Sack Müll von drei auf einen Sack pro Leerung reduziert haben. Wir mach'ens aber trotzdem weiter. Und warum? Weil wir es können.
Ich kaufe bewusster ein und gucke genau drauf das meine nächsten Schuhe nicht nur von einem Europäischen Hersteller sind, sondern auch in Europe produziert werden. natürlich bringt das was!
Aber es geht hier ja um Kaufentscheidungen, und nicht um Protest in einer aktiven Form. Ob ich jetzt meine paar Euro, die ich als Normalsterblicher besitze, in US Produkte investiere oder nicht , kümmert keine Regierungspartei.
Vor allem, wenn der Mainstream weiter kauft wie immer. In der Masse hätten wir vielleicht noch Kraft, aber Kaufentscheidungen und Politik sind nur für Besserverdienende vereinbar, und die breite Masse verdient schon lang nicht mehr besser. Daher fehlen uns die Zahlen/Anzahl, um was zu bewegen mit einem Verzicht an Investition. 100x1000€ ist was anderes als 1.000.000x1000€, so meine ich das.
Da müsste ich mich schon aktiv politisch engagieren, egal in welcher Form, um meinen Protest aktiv irgendwo Kund zu tun. Deshalb halte ich von sowas wie Boykotten nicht mehr viel.