Das und wenn man es Mal mit jemand anderem tauschen will, dann ist es einfacher, wenn man die Barren einfach ins Regal daneben legen muss, anstatt sie um die halbe Welt zu transportieren.
Ich glaube, wenn wir an dem Punkt sind, dass die USA unsere Goldreserven blockieren haben wir noch ganz andere Probleme. Z.B. amerikanische Computerchips (also u.a. ausnahmslos alles auf x86-Basis), amerikanische Betriebssysteme (selbst Linux wird ja hauptsächlich in den USA entwickelt). Amerikanische Militärbasen mit nuklearen Waffen in Deutschland. Im Prinzip können wir dann schon auf Kriegswirtschaft umstellen, falls die USA sich von Frankreich und UK überhaupt davon abhalten lassen, ihre Atomwaffen in der EU einzusetzen - die sind ja bekloppt genug es drauf ankommen zu lassen.
Wenn ein Elon Musk ankündigt er wolle zusammen mit Trump die Goldreserven in Ford Knox besuchen und das ganze Live-Streamen, dann macht mir die Thematik durchaus Sorge. Erst recht wenn er es schon als "das Gold der Bevölkerung der USA bezeichnet".
Man hat sich in den letzten Wochen und Monate eine Menge vorgestellt, dass nicht passieren kann und es dann doch passiert ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass der Linus sich zum Knecht der US Regierung macht. Das würde zum Tod von Tux führen, da die Linux Community eine ganz andere als die von Windows ist.
Ich denke, Trump würde das in Kauf nehmen, und Torvalds ist tatsächlich nicht der einzige, der Linux entwickeln kann. Zumal die meisten Entwickler eh bei den großen Konzernen angestellt sind - die Zeit der Hobby-Kernel-Entwickler ist schon länger vorbei. Wenn man dann noch mittels Polizei oder Geheimdiensten ein bisschen Druck ausübt ...
Überhaupt, was heißt schon "sich zum Knecht machen"? Die USA können ja über die Internetinfrastruktur europäische Nutzer und Entwickler daran hindern, auf den Linux-Kernel zuzugreifen. Die amerikanischen Kernel-Entwickler können dann entweder den Dienst quittieren (was in einem faschistischen Staat gar nicht mal so ungefährlich wäre) oder halt weitermachen wie vorher. Ich bezweifle, dass Kernelentwickler, die in Europa leben, sehr schwer zu ersetzen sind.
Wobei jetzt auch nicht alles aus den USA kommt, es gibt ja noch ARM, andere, sogar große Deutsche Chiphersteller, Infineon, Bosch... Die Halbleiter weltweit kommen zu zwei dritteln aus Taiwan und Linux ist ziemlich international. Aber ja, ich denke ohne Chips von Amerikanischen Unternehmen können wir eher erstmal keinen Computer oder Auto mehr bauen. Ich hab da aber fast größere Angst vor Chinas Interessen...
Selbst im ARM-Bereich gibt es sehr wenige Firmen, die nicht in den USA sitzen (v.A. Samsung). Und soweit ich weiß haben die sich alle auf den Mobile-Bereich spezialisiert; wenn die plötzlich Desktop- und Serverteile bauen sollen, würde das ein bisschen dauern. Die deutschen Chiphersteller sind soweit ich weiß technologisch sehr weit zurück, selbst die USA können ja nicht einfach so eine Fabrik für x86-Intel-CPUs bauen - da steckt ziemlich viel Know-How in Taiwan, unabhängig davon wer die Chip-Designs entwickelt.
In welchem Verhältnis steht der Artikel zur komischen Rückholaktion 2014? Erst sollte das Gold aus den USA geholt werden, aber dann ging es nicht und es wurde französisches Gold geholt. Das seltsame war, dass die Niederländer dann auch Gold wollten, und noch vor Deutschland beliefert wurden.
Siehe Wiki Artikel, es lagert ja noch viel mehr Gold von Deutschland in den USA, das immer noch nicht geholt wurde, obwohl der Plan nicht aufgegeben wurde, es zu holen.
Offensichtlich soll das Gold in den USA bleiben. Die spannende Frage ist, warum die Geschichte jetzt wieder aufgewärmt wird. Das ZDF hätte das ja auch wie die letzten Jahre ignorieren können.
Eine interessante Frage die mir in dem Kontext eingefallen ist:
Was wären die Konsequenzen aus einer erfolgreichen Umsetzung des Plans von Goldfinger aus dem gleichnamigen Film.
Zusammenfassung: >!Einbruch in Fort Knox bzw. wo auch immer die meisten goldreserven liegen und hier eine kleine Atombombe zu den um diese zu zerstören bzw. verstrahlen. Damit wäre das eigenen Goldvermögen mehr wert!<
Was wären die Auswirkungen auf den Goldpreis, Stabilität von Währungen, wirtschaftliche Auswirkungen?
Der Goldpreis würde steigen.
Aber nicht weil das Gold verstrahlt ist, sondern weil eine Atombombe auf Fort Knox ein Zeichen von Kontrollverlust der USA ist, und in unsicheren Zeiten kaufen die Leute immer Gold.
Was wären die Auswirkungen auf den Goldpreis, Stabilität von Währungen, wirtschaftliche Auswirkungen?
Goldpreis würde wohl steigen, der Rest ist egal.
Spätestens seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems Anfang der 70er ist der Goldstandard Geschichte.
Dazu kommt, dass Gold, das irgendwo rumliegt, nicht am Wirtschaftskreislauf beteiligt ist. Sein Verlust dürfte eigentlich keine wirtschaftlichen Auswirkungen haben.
Schlimmstenfalls gibt es eine psychologische Wirkung.
Edit: Im Nachhinein glaube ich, dass nicht mal der Goldpreis groß beeinflusst würde. Die nationalen Goldreserven werden ja nicht auf dem Markt angeboten. Wenn sie weg wären, würde sich das Angebot auf dem Markt also auch nicht wirklich ändern.